Herzlich Willkommen…

… im Gruselkabinett der „renommierten Wirtschaftswissenschaftler“. Als ich den gestern erschienenen Artikel – auf den mich ein geschätzter Kollege aufmerksam gemacht hatte – in „Die freie Welt“ las, stockte mir für einen Moment tatsächlich der Atem. Zunächst dachte ich, dass ich hier einem Scherz zum Opfer falle – doch mitnichten!

Mir ist schon bewusst, dass die Verleihung von Doktor-Titeln in diesem Land nicht unbedingt eine Garantie für Qualität ist. Mir ist auch bewusst, dass Doktoren wohl immer seltener den Ruhm und die Ehre einer Professorenstelle genießen, wenn sie sich gegen den politisch korrekten Mainstream aus dem Politik-Banken-Kartell stellen. Und trotzdem bin ich immer wieder aufs Neue entsetzt, wenn es sich bestätigt, dass Menschen mit hoher Reputation bisweilen groben Unfug von sich geben und uns damit noch viel tiefer ins Elend stürzen.

In diesem speziellen Fall ist es besonders erschreckend, da die Aussagen ausgerechnet von jemandem kommen, der von der FDP zur angeblichen Alternative für Deutschland gewechselt ist, weil er unter anderem „den wirtschaftlichen Sachverstand“ bei den ehemaligen Liberalen verloren glaubt.

Nun, ich mag mir mit den folgenden Zeilen sehr wenig Freunde machen, aber mit den Aussagen, die nun folgen, bleibt lediglich zu hoffen, dass der wirtschaftliche Sachverstand vor den Türen der AfD nur in diesem einen Fall brutal ausgebremst wurde.

Aber schauen wir uns die Hauptaussagen der geistigen Ergüsse des Professors aus Münster einfach einmal näher an. Warum sich der überaus sympathische Mann, der uns während des Lesegenusses auf dessen Homepage mit strahlendem Lächeln beglückt, sich vielleicht noch ein wenig häufiger um „Fragestellungen bei Insolvenzen“ kümmern sollte, erschließt sich dem informierten Leser dann doch recht bald in drastischer Form.

„Zentralbanken sind natürliche Monopole, da es in einem wie auch immer beschaffenen Wirtschaftsraum immer effizienter ist, nur eine Sorte Geld zu verwenden. Daher hat sich weltweit der Dollar als Leitwährung durchgesetzt.“ Ja, das ist ja eine ganz feine Sandmännchen-Geschichte, lieber Herr Professor!

Aber der Spaß geht noch weiter: „Innerhalb eines Wirtschaftsraums wird sich deshalb auch ganz ohne staatlichen Zwang ein Geld durchsetzen. Zentralbanken sind dementsprechend natürliche Monopole.“ Ja, spitze, so wird man Professor und als wäre das noch nicht genug: „ … sondern am Ende zu wieder einem Geldanbieter führt. Dieser kann dann auch gleich staatlich sein, um die Monopolgewinne abzuschöpfen und die Geldpolitik möglichst im öffentlichen Interesse zu betreiben.“

Wem jetzt noch nicht schlecht geworden ist, ist entweder ein wirklich äußerst abwehrkräftiger Charakter oder kennt diesen Typus der Professoren für Wirtschaftswissenschaften und in diesem Fall einen der Hoffnungsträger einer Organisation, die sich als Alternative für Deutschland bezeichnet, nur zu gut.

„Zentralbanken sind natürliche Monopole, da es in einem wie auch immer beschaffenen Wirtschaftsraum immer effizienter ist, nur eine Sorte Geld zu verwenden. Daher hat sich weltweit der Dollar als Leitwährung durchgesetzt.“ Was soll man zu so einem Geschwurbel sagen? “ In einem Wirtschaftsraum ist es immer effizienter, nur eine Sorte Geld zu verwenden.“ Nun, den Beweis über diese Aussage bleibt er schuldig – dass es deutlich bequemer ist, darauf kann man sich einigen. Dass diese Bequemlichkeit allerdings dafür verantwortlich sein soll, dass sich der Dollar durchgesetzt hat, ist hanebüchen. Hier empfehle ich doch dringend, die Geschichtskenntnisse aufzufrischen und der Realität ins Auge zu blicken.

Innerhalb der letzten rund 100 Jahre schufen die westlichen Staaten ein kommunistisches Geldsystem, das an der Spitze von Zentral- und Privatbanken kontrolliert wird. Die US-Notenbank Fed spielt hierbei eine maßgebliche Rolle, was wohl DER Grund sein dürfte, dass der Dollar (noch) die Weltleitwährung ist. Die Politik ist ein williger Steigbügelhalter, welche unter dem Volk den Sozialismus verbreitet, mit dem sich die Kontrolle über die Menschen mithilfe der Staatsverschuldung über Generationen hinweg aufrechterhalten lässt. Die Bankenkartelle unter Anweisung der jeweiligen Zentralbanken kaufen den hochverschuldeten Staaten den ganzen Anleiheschrott entweder direkt oder über Umwege ab und erhalten dafür das Privileg, auf „Geld aus der Luft“ Zinsen zu erheben. Geht die Nummer schief, haftet der Steuerzahler, der immer ärmer wird, während Zentralbanken als Heilsbringer in die Geschichte eingehen. Ein grandioser Deal!

Diese Machenschaften haben nichts, aber auch gar nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun, sind aber Ihrer Meinung nach ein natürliches Monopol, das dann möglichst im öffentlichen Interesse geführt werden KANN. DAS – lieber Herr Professor – soll die Expertise der Alternative für Deutschland sein? Das Propagieren eines sozialistischen Falschgeldsystems, dass die Bevölkerung bis auf den letzten Cent ausplündern wird? Das Propagieren eines Zentralbankwesens, das “Monopolgewinne abschöpft und die Geldpolitik (und noch einmal, damit es nicht vergessen wird!) möglichst im öffentlichen Interesse betreibt.“ ?

Zentralbanken haben nicht auch nur im Entferntesten etwas mit NATÜRLICHKEIT zu tun; Zentralbanken wurden eingeführt, damit Banken nicht mehr Pleite gehen müssen, obwohl sie vollständig bankrott sind. Zentralbanken wurden eingeführt, damit Staaten sich zu Tode konsumieren können und trotzdem noch den Anschein von wirtschaftlicher Blüte vermitteln. Zentralbanken wurden eingeführt, damit der Wert des Geldes ausgehöhlt und eine Umverteilung von Arm zu Reich stattfinden kann.

DAS – Herr Experte – ist der Sinn von Zentralbanken. Dass ein solches Zwangssystem, ein System, wo Menschen im Ernstfall unter Strafandrohung genötigt werden, die ausgegebene Währung zu nutzen, natürlich sein soll, ist an – wie soll ich das bloß bezeichnen? Dummheit, Ignoranz, Armseligkeit? – nicht zu überbieten. Doch – Stopp, auch das bekommen Sie hin…“Innerhalb eines Wirtschaftsraums wird sich deshalb auch ganz ohne staatlichen Zwang ein Geld durchsetzen. Zentralbanken sind dementsprechend natürliche Monopole.“ Herrje, darf denn eigentlich jeder Unsinn verbreitet werden? Ja, ein gutes Geld würde sich durchsetzen; es würde sich aber durchsetzen, WEIL es gut ist und keinesfalls, weil es massiv manipuliert wird. Das ist aber genau das, was Zentralbanken seit Jahr und Tag tun!

Ich kann nur hoffen, dass die Menschen, die der AfD vertrauen, rechtzeitig auf solche Artikel aufmerksam werden und sie zu interpretieren wissen. Der Aufwachprozess dürfte sonst bitter sein!

Susanne Kablitz
http://cafeliberte.de/

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